In vielen Regionen von Rheinland-Pfalz erschwert die extreme Kleinteiligkeit des Waldbesitzes eine nachhaltige Bewirtschaftung und Entwicklung der Bestände. In der Region Rhein-Wied soll mit Hilfe des Leader-Projekts “Waldwärts Rhein-Wied“ Abhilfe geschaffen werden.

von Marlène Zehfuß und Bernd Wippel

Die Kulturlandschaft im Bereich der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) Rhein-Wied ist zu über 50 % durch Wald geprägt. Ca. 6.000 ha Wald in der Region sind Kleinstprivatwald. Durchschnittlich entfallen auf jeden der ca. 13.000 Waldbesitzenden weniger als 0,5 ha Wald. Diese Kleinstrukturiertheit ist typisch für Realerbteilungsgebiete. Seit Jahrzehnten erschwert dies eine nachhaltige Waldwirtschaft. Diese Situation zu verbessern, ist das Ziel des Leader-Projekts „Waldwärts Rhein-Wied“. Vor dem Hintergrund der zurückliegenden Trockenjahre steigt zudem noch die Relevanz, die Wälder in der Region zu erhalten und klimastabil zu entwickeln. Das Ziel des Projekts ist es, die Bevölkerung und insbesondere die Privatwaldbesitzenden in der Region Rhein-Wied für die verschiedenen Funktionen und die Bedeutung des Waldes zu sensibilisieren und durch gezielte Maßnahmen Verbesserungen herbeizuführen. Unterstützt wird das Projekt von den Verbandsgemeinden Linz, Unkel und Bad Hönningen, dem Forstamt Dierdorf sowie dem DLR Westerwald-Osteifel.

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